Mein Pferdchen
Mein Pferdchen ist mein ein und alles
ich liebe es mit ganzem Herz,
und streichle ihm im Fall des Falles
die Nase vorn und auch den Berz‘
Am Morgen kann ich’s kaum erwarten
steig schnell in Stiefel, Jeans und Hut
und lauf‘ nach draußen in den Garten
wo’s Pferdchen auf mich warten tut.
Gestreichel, Tätscheln und ein Küsschen
dann auf den Rücken und hinaus.
Die schmale Brücke über’s Flüsschen
Mein Pferchen hält es kaum noch aus.
Jetzt endlich kann es sich entfalten
läuft immer schneller, fliegt dahin.
Ich kann es beinah nicht mehr halten
und weiß, dass ich ein Glückspilz bin.
Ich jage über die Prärie
weit vorn der Horizont in Sicht
als an dem blöden Pferdevieh
plötzlich erscheint ein rotes Licht.
Gar durstig ist es von dem Laufen
und kommt wohl nicht mehr allzu weit.
Es muss ganz dringend etwas saufen,
zum Tanken ist es höchste Zeit.
Ein Stückchen Weges noch zur Tränke,
doch plötzlich mit Tatü-Tata
schmieden Ordnungshüter Ränke
weil ich zu schnell Motorrad fahr…
© Sean Conrad